Geschichte

Gemeindewappen

Die oö. Landesregierung verlieh der Gemeinde Gampern am  10. Juni 1974 folgendes Wappen:

Wappen

Zwischen goldenen Flanken in Blau ein goldener spätgotischer Flügelaltar mit Mensa, Predella, Mittelschrein, zwei Flügeln und fünfteiligem Gesprenge.“  Das Wappen weist auf den berühmten Flügelaltar in der Pfarrkirche von Gampern hin. Der Wappenentwurf stammt von Dipl.-Ing. Oberbaurat Gustav Bochenek, Gmunden, gestaltet wurde das Wappen von Prof. Toni Hofer, Linz.

Der Gamperner Flügelaltar zählt zu den großen und bedeutenden Altären aus der spätgotischen Zeit. Sein Meister ist nicht bekannt, doch dürfte er aus dem Kreis des Meisters von Hallstatt, Lienhart Astl, kommen und in der Zeit zwischen 1490 und 1500 entstanden sein.

Im Mittelschrein sind Maria mit dem Kind, der heilige Remigius und der heilige Pantaleon dargestellt. Im fünffältigen Gesprenge stehen Katharina, Pantaleon, Remigius, Sebastian und Barbara, darüber der auferstandene Christus zwischen Maria und Johannes. Die Flügel zeigen im geöffneten Zustand Reliefs aus dem Marienleben, im geschlossenen Zustand Tafelbilder aus der Leidensgeschichte Christi. Das „Jüngste Gericht“ auf der Rückseite des Altares ist als „Gamperer Hölle“ bekannt geworden.


Geschichte 

Wann Gampern entstanden ist, darüber lassen sich nur Vermutungen anstellen: Wir wissen, dass die an den drei Seen (Traun-, Atter- und Mondsee) entdeckten Pfahlbauten die „ersten“ sicheren Zeugen einer Sesshaftwerdung der Bevölkerung in diesem Gebiet sind. Funde von Töpferscherben aus vorrömischer Zeit in den Äckern nördlich des Weilers Haunolding und Funde aus der Hallstattzeit im benachbarten Steindorf untermauern diese Vermutung. Eines steht fest, dass das Gamperner Gebiet vor dem Eindringen der Römer bereits eine Siedlung gewesen sein kann. Gampern römisch CAMPARA genannt, urkundlich 748 und 800 erstmals erwähnt. Gampern und seine Umgebung wurde von Salzburg-St. Peter, dem Stifte Mondsee und Mattsee missioniert und war bis 1900 Mattseer Pfarre.


Weitere geschichtliche Fakten zu Gampern finden Sie hier: Atterwiki oder Wikipedia